YOUR FRIENDS ON POWDERDAYS: Gefahren und Potentiale von Gruppen

TobyMcGreen

Wir betreiben den wohl schönsten Sport der Welt. Für viele von uns gibt es nichts, dass ihnen mehr Spaß macht, als durch frisch gefallenen Schnee zu shredden. Und wie heißt es doch so schön? Geteilte Freude ist doppelte Freude. Damit dies aber auch wirklich so ist, muss man einige Dinge beachten. Sonst kann aus einem lässigen Gruppenausflug schnell ein Desaster werden.

Zu viele Rider verderben den Pow

Alleine zu Powdern macht definitiv nicht so viel Spaß wie mit deinen Buddies. Außerdem ist es gefährlich, alleine im Gelände unterwegs zu sein, da einem im Ernstfall keiner helfen kann. Ihr wollt aber auch nicht zu zehnt unterwegs sein. Die Diskussionen über die Linienwahl werden endlos sein und ihr werdet mehr warten als Powdern da ihr nicht alle gleichzeitig in einen Hang rein könnt. Für mich hat sich herausgestellt, dass die optimale Gruppe aus zwei bis vier Leuten besteht. So hat jeder mal First Tracks und ihr könnt euch gut untereinander Absprechen

Gefahr: Zu Große Gruppen verderben einem den Spaß durch endloses Warten. Entscheidungen zu treffen kann lange dauern da jeder seine eigene Sichtweise hat.

Potential: Mit der richtigen Anzahl Leute wird es ein unvergesslicher Tag von dem ihr noch lange Schwärmen werdet. Und nicht selten entstehen Freundschaften fürs Leben.

Good times with good friends

Gut ist Relativ

Damit alle in der Gruppe auf Ihre Kosten kommen, sollte das fahrerische können und die Kondition innerhalb der Gruppe ausgewogen sein. Es bring nichts, wenn ein Powder-Frischling und ein Pro in derselben Gruppe sind. Der Pro wird sich langweilen, weil er dauernd warten muss und der Neuling wird sich schlecht fühlen, weil er die ganze Gruppe aufhält. Ausnahmen gibt es natürlich, wenn ihr einem Kumpel das Freeriden schmackhaft machen und ihm die Technik beibringen wollt. Für einen neuen Powderbuddy sind ein paar Tage kein großes Opfer. Wenn ihr mit jemandem Powdern geht, den ihr noch nicht kennt, dann versucht so viel Informationen von ihm zu erhalten wie möglich. Viele bezeichnen sich als gute Fahrer, entpuppen sich dann aber als Gelegenheits-Freerider die in vielen Situationen nicht mehr mithalten können. Mir ist genau das mal passiert und es wäre beinahe schiefgegangen. Ein Kumpel wollte unbedingt mit mir Freeriden gehen und meinte "ich fahre sehr gut". Dementsprechend habe ich uns eine coole Line ausgesucht zu der man einige Steile Passagen und Traversen bewältigen musste. Mein Kumpel ist dann plötzlich in Panik geraten, ausgerutscht und einen kleinen Felsvorsprung runtergefallen. Glücklicherweise ist nichts Schlimmeres passiert. Aber seitdem bin ich sehr vorsichtig bei der Auswahl meiner Powderbuddies.

Powderbuddies die ständig im Schnee liegen können mühsam sein

Gefahr: Unterschiedliche fahrerische Niveaus führen zu Frust auf allen Seiten

Potential: In einer Ausgewogenen Gruppe macht das Shredden doppelt Spaß!

Wer weiß was?

Das wohl wichtigste Element einer funktionierenden Gruppe ist die Verteilung des Wissens über Lawinenprävention und Rettung. Versichert euch, dass alle in der Gruppe wissen wie man mit einem LVS umgeht und wie man einen Verschütteten richtig findet und Ausgräbt. Es müssen nicht zwingend alle genauestens über Lawinen und Ihre Entstehung Bescheid wissen. Es sollte aber mindestens einer aus der Gruppe einen entsprechenden Kurs besucht haben und die Gefahren im Alpinen Gelände kennen. Seid ihr der einzige in der Gruppe mit dem nötigen Wissen, müsst ihr euch im Klaren darüber sein, dass ihr die Verantwortung für die Gruppe und eure Linienwahl tragt. Wollt ihr diese Verantwortung nicht tragen, müsst ihr euch eine andere Gruppe suchen oder euch einen Guide holen. Sind alle in der Gruppe etwa auf dem gleichen Level, solltet ihr euch bei der Linienwahl gut untereinander absprechen. Wichtig ist für mich, dass ein Nein eines einzelnen reichen muss, um eine angepeilte Linie nicht zu fahren. Zwingt niemanden eine Line zu fahren die er nicht will und lasst niemanden alleine zurück.

Wissen alle in der Gruppe wie man mit Lawinengefahr umgeht?

Gefahr: Einer der nichts weiß, kann euch auch nicht helfen. Ein Draufgänger der in alle Hänge einfach reinfährt, bringt möglicherweise die ganze Gruppe in Gefahr. Gruppenzwang unbedingt vermeiden.

Potential: Vier Augen (oder sechs, acht, usw.) sehen mehr als zwei. Daher können möglicherweise gefahren erkannt werden, die Ihr alleine nicht gesehen hättet. Je mehr Leute suchen, desto höher ist die Chance aus einer Lawine ausgegraben zu werden.

Was wollen wir überhaupt?

Oft sind die Interessen innerhalb einer Gruppe sehr unterschiedlich. Die einen wollen es gemütlich nehmen und ein bisschen Filmen. Die anderen wollen so viele Höhenmeter wie möglich abspulen. Ist die Gruppe grösser, solltet ihr euch nach Interessen aufteilen. Sonst ist der eine am Ende frustriert, weil er nicht Filmen konnte und der andere, weil er die angepeilten 10 Abfahrten nicht schaffte.

Wenn alle am selben Strang ziehen, entstehen Bilder wie dieses

Gefahr: Unterschiedliche Interessen sind Gift für die Stimmung

Potential: Ziehen alle an einem Strang, könnt ihr euren Rekord in Höhenmetern brechen oder einen einzigartigen Film drehen.

Have fun!

Das wichtigste ist, dass ihr zusammen eine gute Zeit habt und am Ende des Tages wohlbehalten zurückkehrt. Also have Fun und Stay Safe!

Toby

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