Wie man die passende Tourenausrüstung findet

Arjen

Tourengehen für Dummies

In einer Zeit, in der Liftkarten teurer werden und der Wettstreit um die Erste Spur groß ist, hat das Tourengehen an Beliebtheit zugenommen. Es war einmal das Gebiet der Bergsteiger, der Aufstieg selbst war das Hauptziel. Aber heute geht es beim Tourengehen um die Abfahrt und um das großartige Gefühl die Natur zu erkunden. Durch die zunehmende Beliebtheit des Skitourengehens, gibt es eine Menge Auswahl an Ausrüstung. In diesem Artikel findest du die wichtigsten Infos zur grundlegenden Ausrüstung, die du benötigst, wenn du Skitouren gehst. Wir versuchen es einfach zu halten. Also kein Wort über Steigeisen und Eis-Äxte, sondern über Ski, Stiefel und Bindungen.

Tourenski

Es gibt eine goldene Regel, wenn es darum geht, die richtige Ausrüstung auszuwählen:

Leichter ist besser

K2 Wayback

Gewicht ist sehr wichtig. Das ist ganz offensichtlich, weil du alle diese Sachen auf den Berg schleppen musst. Aber Ski die so leicht wie möglich sind, haben Auswirkungen auf die Abfahrtsleistung. Extrem leichte Ski, die für Touren optimiert sind, haben in der Regel weniger Abfahrts-Performance als normale Freeride-Ski. So einfach ist das. In diesem Sinne wird die Wahl des Skis ein bisschen einfacher. Möchtest du einen Ski der gut in der Abfahrt ist, dann nimm dir einen. Es könnte der Ski sein, den du bereits fährst. Aber wenn du Skier willst, die speziell für Touren entworfen sind, kannst du ein leichteres Modell wählen. Beispiele sind die MTN-Linie von Salomon, der Wayback von K2 oder Alptracks von Movement. Tolle Ski für Aufstieg und Abfahrt. Sie alle haben eine traditionelle Form. Skier mit 5 Dimensional Sidecut (wie zB die Armada JJ) eignen sich weniger für Touren. Grund dafür: Sie haben weniger Halt auf den Kanten im Aufstieg. Denke sorgfältig über die Breite deiner Ski nach. Alles zwischen 90 und 100 mm wird gut funktionieren.

Touren-Bindungen

Lange Rede kurzer Sinn: Gewicht ist wichtig, auch mit Tourenbindungen. Die gute alte Pin-Bindung von Dynafit ist bekannt und extrem leicht, aber leider nicht so sicher wie eine "normale" Bindung. Diese Pin-Bindung ist perfekt für den Aufstieg, aber nicht so perfekt um mit Vollgas abzufahren. Außerdem braucht man auch einen speziellen Skischuh für die Bindung. Marken wie Fritschi (Diamir), Salomon (Guardian) und Marker (Duke) kamen auf den Markt und führten eine Tourenbindung ein, die man nutzen konnte, um den Aufstieg zu meistern, aber auch um den Berg herunterzufahren. Es braucht keine speziellen Tourenstiefel. Der einzige Nachteil ist die einfache Tatsache, dass sie viel schwerer als eine Pin-Bindung sind.

Dynafit Radical FT 2.0

Allerdings, wenn du es mit Skitouren ernst meinst (also: Lange Aufstiege um weit abseits der Pisten zu sein), solltest du die neue Generation der Pin-Bindungen ausprobieren. Diese Bindungen erfordern einen speziellen Tourenstiefel (siehe unten), haben den Vorteil von einer leichten Bindung und bieten trotzdem gute Abfahrts-Performance. Einige Modelle, wie die Fritschi Vipec, haben eine Sicherheitsverriegelung im vorderen Teil der Bindung eingebaut. Viele andere Modelle haben nur einen Sicherheitsauslöser hinten. Große Lines sind mit diesen Bindungen definitiv kein Problem mehr. Dynafit bleibt Marktführer, aber viele andere Marken bieten tolle Produkte wie Marker mit dem Kingpin und Salomon mit der MTN-Bindung.

Tourenstiefel

Wie du oben gelesen hast, benötigst du spezielle Stiefel, wenn du die Pin-Bindungen verwendest. Tourenstiefel haben spezielle Bohrungen an der Sohle, in die die Pins auf Höhe der Zehen und Fersen seitlich einrasten. Darüber hinaus haben Tourenstiefel oft einen etwas weiteren Winkel im Schaft. Das macht es einfacher hinaufzugehen und, du ahnst es, sie sind viel leichter als normale Skischuhe.

Salomon MTN Lab

Den passenden Tourenschuh zu finden ist nicht anders als die Suche nach den passenden "normalen" Skischuh. Das heißt, du müsst eine Menge von Modellen anprobieren. Marken wie Scarpa und Dynafit sind bei den Ski-Tourenstiefeln die führenden Marken, aber da die Mainstream-Marken auch Tourenstiefel anbieten, kannst du auch einen Stiefel von Movement, Atomic, Lange, Nordica, Fischer und Salomon ausprobieren.

Felle

Um auf den Berg aufzusteigen, braucht man natürlich Felle. Die Mehrheit der Felle bestehen aus Mohair (Ziegenhaar), Nylon oder einer Mischung aus beiden. Im Allgemeinen gibt dir Nylon mehr Grip und ist stabil, aber Mohair gleiten besser und sind viel leichter. In den meisten Fällen liefert die Mix-Version die besten Ergebnisse. Denke aber daran: Wenn du sehr breite Skier verwendest, um aufzusteigen benötigst du mehr Grip als mit schmaleren Ski. Deshalb ist es keine eine gute Idee, Renn-Felle zu verwenden. Es gibt eine große Auswahl an Marken die Felle herstellen. Black Diamond ist bekannt für seine robusten, nahezu unzerstörbaren Felle, aber sie neigen dazu, ein bisschen schwer zu sein. Pomoca und Coll-Tex gleiten dagegen wie verrückt, haben aber eine kürzere Lebensdauer. Felle sollten maßgeschneidert auf deinen Ski und so effektiv wie möglich sein. Nimm dir Zeit oder lass dir von einem Spezialisten in einem Ski-Shop helfen. Skins, die nicht richtig zugeschnitten sind, werden dir den Aufstieg auf den Berg erschweren.

Sicherheit

Es ist klar, dass du dich abseits der Pisten bewegst, wenn du Skitouren unternimmst. Immer auf der Suche nach unberührtem Powder, einem steilen Couloir oder ein paar Powder Lines. Das bedeutet, dass du immer mit einem LVS Gerät, Schaufel und Sonde ausgestattet sein musst. Und natürlich musst du sicherstellen, dass du das richtige Wissen hast.

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